Top 200 Tools for Learning

Jane Hart hat auch in diesem Jahr wieder eine Umfrage durchgeführt, um die beliebtesten Learning-Tools zu ermitteln. Es haben 1238 Lernprofis aus 64 Ländern teilgenommen.

Das Ergebnis erstaunt mich jedes Jahr aufs Neue. Es zeigt, wie vielfältig die Vorstellungen von Learning-Tools sind. Auf der Liste der Top 1200 Learning Tools tauchen Produkte auf wie z.B. die Office-Werkzeuge Word, PowerPoint und Excel, Dateiablagewerkzeuge wie Dropbox, Social Network Tools wie Facebook und LinkedIn und vieles mehr. Natürlich findet man auch die klassischen Werkzeuge wie Lernplattformen und Autorentools, aber zum Teil „unter Ferner liefen“.

Was soll man davon halten? Zum einen, wie schon erwähnt, wird die große Bandbreite an Vorstellungen von Learning-Tools aufgezeigt. Zum anderen erkennt man aber auch deutlich die Bedeutung eines wichtigen Lernkonzepts, das die Menschen schon immer einsetzen: das informelle Lernen mit informellen Quellen, die nicht speziell für das Lernen entwickelt worden sind. So zeigte mir z.B. mein Nachbar, wo es die besten Pizzas in Bonn gibt, während ich von meinem Vater lernte, wie ich meine Wohnung tapeziere.

Zunehmend stehen uns auch elektronische Medien und Werkzeuge zum informellen Lernen zur Verfügung. Dies ist wiederum weniger erstaunlich. Doch es eröffnet auch neue Perspektiven auch auf formales Lernen. So kann ein Lerncoach Lernende begleiten, um das Lernziel semi-formal zu erreichen – indem er z.B. geeignete informelle Quellen bereitstellt, die Lernenden zur Reflexion anregt, ihnen als Sparrings-Partner zur Seite steht, Lernende mit gleichen Interessen zusammenbringt und auch ihre Fragen diskutiert. Lerncoach – für mich eine neue Rolle für Trainer, in die diese hineinwachsen müssen.

 

Lernende Grüße aus dem Rheinland

Konrad Fassnacht

Share

Konrad Fassnacht

Schreibe einen Kommentar